Mojo - Das Drehbuch meines Lebens
Es ist der 8. Juli 1979:
Christian „Tammse“ Tammegger, seines Zeichens Säugling im Anfangsstadium, erblickt das Licht der Kärntner Mittagskogelsonne. Mit diesem geglückten Wurf seiner Mutter Rosemarie komplettiert er die Ferlacher Familie rund um Vater Dieter und läuft gleichzeitig Bruder Thomas den Rang als jüngsten Spross ab.
Der Karawankenländer aus Überzeugung bietet konsequenten Unterhaltungswert und ist geprägt von unerschütterlicher Loyalität und Großzügigkeit seiner Familie und Freunde gegenüber. Mit Zunahme der Jahresringe ackert er sich durch die Ausbildungsinstitutionen des örtlichen Ausbildungsangebotes und maturiert schlussendlich am 5.6.1998,…. zur Erleichterung aller Unterrichtenden.
Der Charismatiker erreicht mit eloquentem Auftreten und unabsprechlichem Charme Bekanntheit auch außerhalb des Rosentals. Doch neben aller Abenteuerlust gärt in „Poco di Loco“ der Wille nach sportlichen Erfolgen. Am typischen Kärntner Weg über das Eishockeyfeld führt kein Weg vorbei. Weiter geht’s mit der - für einen Südbundeslandösterreicher eher ungewöhnlichen- Karriere auf dem grünen Rasen, der die Fußballwelt bedeutet. Schließlich und endlich gelangt das Motoriktalent zum Triathlon.
Zu diesem Zeitpunkt durch Augustin-Bier und Pumpe-Gulasch eher Waschbärbauch als Waschrumpel aus Fleisch und Blut, entwickelt Poco Loco einen nie vermuteten Ehrgeiz und aus einem anfänglich eher vagen Projekt wird eine Lebenseinstellung.
Nur die Besten sind ihm gut genug, also scharrt der mittlerweile zum Spartenobmann der „Karawanken Murmalan“ aufgestiegene Athlet mit Toptrainer Rene Vallant, WG-Partner Christoph "Pippo" Löffler alias brain, Ex-Rallystaatsmeister Achim Mörtl als Partner und Mentor eine Gruppe wahrer Profis um sich.
Actio est reactio, wie schon die alten Lateiner sagten, also folgen bald die wahren Dimensionssprünge. Vom Hobbyfischer zum Torpedo im Wasser gereift, bringt das Jahrhundertschwimmtalent seinen Trainer und Trainingskollegen „V wie Vendetta“ gelegentlich zur Verzweiflung. Der Konkurrenz zeigt er mit Leidenschaft das Hinterrad (Lothar Leder kann ein Lied davon singen) und mit der Körpermetamorphose vom Pflock zur Kante sollten auch die Laufschuhe zu Freunden werden.
Der Vollzeitprojektmanager bei Philips verliert trotz aller Terminkollisionen nie seine Lockerheit, was mit Sicherheit zu einer seiner Stärken zu zählen ist. Die sympathische doch ehrgeizige Frohnatur Christian Tammegger ist für jedes Trainingslager, aber auch für sportferne Events eine Bereicherung, die für Überraschungen, nötigen Spaß und sogar etwaige „U-Bahn-Bauarbeiten“ immer zu haben ist.
Tammses alles unterzuordnendes Ziel, das neuerliche Erreichen der Qualifikation für die Ironmanweltmeisterschaft auf Hawaii, geht also eine bemerkenswerte Professionalität voraus und die Ansprüche werden in Zukunft sicher noch steigen.
